Verein PalCH

PALESTINE's CHILDREN

  

Der Preis der Freiheit war und ist immer hoch. Es gibt kaum eine Befreiungsbewegung in der Geschichte, die nicht von ihrem Recht, Gewalt für ihre Befreiung anzuwenden und vom Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch gemacht haben. Im Laufe der Geschichte sind sehr  viele Menschenleben  verloren gegangen, während sie für ihre Freiheit und Rechte kämpften. Leider haben diese Menschen in den meisten Fällen nur mit einem bewaffneten Kampf ihre Ziele erreicht. Tatsächlich gab es aber auch einige Fälle von friedlichem Widerstand und zivilem Ungehorsam, die aber sehr oft genauso so teuer mit Menschenleben erkauft wurden, weil ihre Unterdrücker mit Brutalität gegen sie vorgingen.

Die Palästinenser sind nicht anders. Doch was unsere Geschichte eine traurige macht ist, dass wir es sowohl mit dem bewaffneten Kampf und dem friedlichen Widerstand versucht haben, und wir bisher nicht erfolgreich waren. Nicht, weil wir dumm, oder nicht einig oder nicht friedensliebend sind, sondern weil wir es mit dem Mythos zu tun haben „Ein Land ohne Volk, für ein Volk ohne Land“, welcher zwar nicht Realität war und ist, sondern gegen welchen wir bisher, „Dank“ der Weltengemeinschaft, erfolglos angerannt sind. Stattdessen mussten 100‘000ende  Palästinenser seit 1946 ihre Heimat verlassen, Sie wurden vertrieben und die meisten leben heute noch in Flüchtlingslagern im arabischen Raum und in Gaza und der Westbank.

Da die USA und viele westliche Staaten mit aller Macht an der UNO verhindern, dass Resolutionen angenommen und ausgeführt werden und damit das Treiben von Israel nicht in Frage stellen, war es an der Zeit, sich mit innovativen Strategien und Instrumenten des Widerstandes selber zu helfen. Selbst inmitten dieser jüngsten barbarischen Invasion konnte die UNO keine Sanktionen gegen Israel verhängen. der UN konnten keine Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Im Gegenteil; die USA versprach Israel zusätzlich mehrere hundert Millionen USD Militärhilfe, Gelder ihrer Steuerzahler, welche zu hunderttausenden gegen die Gaza Invasion und deren Auswirkungen demonstriert haben. 

Nach vielen Jahren der Belagerung von Land, Luft und Meer, und nach dem Scheitern aller Friedensverhandlungen und dem Auf-und Ausbau der israelischen Siedlungen in ganz Palästina, wäre es sicherlich naiv sein zu glauben, dass die Menschen in Gaza nicht  Wege zu finden, um sich von ihren Besetzer und Unterdrücker zu befreien.  Es geht dabei nicht  etwa und die Hamas und ihre Raketen. Es geht hier um die gesamte palästinensische Bevölkerung. Sie schreien “Genug ist Genug“. Genug der Unterdrückung, ……..Ich frage mich immer öfters, weshalb die Unterdrücker nie aus der Geschichte lernen. Kein solches Regime, ob ein Reich oder eine Union, konnte für immer überleben. Der Preis der Unterdrückung ist nicht weniger aufwendig als der Preis der Freiheit. Die letzte Invasion von  Gaza war kein Picknick für die israelische Armee. Ich appelliere wieder einmal an alle israelischen Mütter und Ehefrauen der Soldaten, eine Stimme der Vernunft und des Mitgefühls zu erheben.

Nun ist Waffenstillstand und ich hoffe, dass daraus nicht wieder ein Status Quo wächst sondern alle Probleme wie Besatzung, Belagerung von Gaza aufgehoben werden. Sonst werden wir die gleiche Situation bald wieder haben  und der nächste Krieg ist vorprogrammiert.

Genug von Zerstörung, Wiederaufbau und erneuter Zerstörung und unsägliches Leid. Genug ist genug.

Frida Roser-Harb, 8.8.2014